What now, my love?

Wenn mensch sich größtenteils unglücklich in einen Sänger verliebt, bleibt es nicht aus, dass sich das auch in der Vogel-Motivwahl niederschlägt. Genau genommen würde aber weder dieser Blog, noch mein Buch oder sonst irgendetwas Kreatives aus meiner Feder (öffentlich) existieren, wenn es Herrn Nachtigall nicht gegeben hätte.
Wie wohl viele Kunstschaffende dachte ich, meine Sachen seien einfach nicht gut genug, bis er mir explizit sagte, dass sie gut seien. Und ich zeichnen müsse. Und schreiben. Und so zeichnete ich. Und schrieb: Wenn auch nur zunächst für seine Augen bestimmt. Denn, so dachte ich: Was für dich gut genug ist, ist gut genug. Wird denn nicht alles geadelt mit den Augen der Liebe?
Auf jeden Fall war es daher auch selbstverständlich, dass er die erste von mir gezeichnete Nachtigall — den ersten Vogel und die erste Zeichnung überhaupt, nach über 10 Jahren Zeichenpause — an Weihnachten 2013 geschenkt bekam.
Was aus dieser, ersten Nachtigall wurde, weiß ich nicht, aber, mein „Glück“ mit der Haltbarkeit meiner amourösen Verbindungen kennend, bewahrte ich mir natürlich einen Scan:

hendryks nachtigall

Wenig später, ich hatte mich in meinen Zeichenübungen von den Vögeln auch zu Pflanzen und Steinen vorgetastet, fabrizierte ich die nächste Nachtigall:

nachtigall ufer - Arbeitskopie 2

Und nun, eineinhalb Jahre später, sind aller guten Nachtigallen drei. Schließlich sang mir hier auf Langeoog gleich zur Begrüßung eine Nachtigall am Strandübergang Gerk-sin-Spoor ein Lied. Da kann der Mensch ja nun nicht undankbar sein. Was uns der fragende Blick mitteilen will?

Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf die Rückkehr der Nachtigallen im Frühling. Irgendeine wird schon noch singen.

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